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Streckenführung der ADAC Youngtimer Tour Nordbaden

Highlights und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Karlsruhe

Die „Stadt des Rechts“ wie Karlsruhe im Volksmund seit über 50 Jahren genannt wird, hat diesen Beinamen nicht zu Unrecht, sind doch hier die höchsten deutschen Rechtsinstitutionen beheimatet: das Bundesverfassungsgericht, der Bundesgerichtshof und die Generalbundesanwaltschaft. Angelegt – der Legende zufolge – nach einem Traum des Stadtgründers Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach, der an einem Baum im Hardtwald eingeschlafen sei und dort von der Gründung seiner eigenen Stadt geträumt hätte. Am 17. Juni 1715 verwirklichte er seinen Traum und es erfolgte die Grundsteinlegung seines Schlosses, von dem aus 32 Straßen wie Sonnenstrahlen fächerförmig in alle Richtungen führten. Dieser „Fächer“ prägt auch heute noch das Stadtbild und gibt der Stadt einen weiteren Kosenamen: „Fächerstadt“.

Karlsruhe hat in seiner jungen Geschichte viel bewegt. Sowohl im kulturellen Bereich als auch im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung. Führende IT Unternehmen sind in Karlsruhe und dem Umland beheimatet und vertreten weltweit die Technologieregion Karlsruhe.
 

Ettlingen - Stadtmauer und Lauerturm

Der Lauerturm und die Stadtmauer in Ettlingens Norden sind die Wahrzeichen der idyllischen Ettlingen Altstadt. Dahinter verbergen sich verwinkelte Gassen, malerische Plätze und Fachwerkhäuer, die von der langen Geschichte Ettlingens zeugen.

Der an nördlichster Stelle der Stadtmauer befindliche Lauerturm ist der letzte erhaltene Turm der nördlichen Stadtbefestigung. Sein Name leitet sich von der Gerberei ab, einem mittelalterlichen Gewerbe. Der „Lauer“ war derjenige, der mit der Gerbflüssigkeit, der „Loue“ (auch Lowe oder Laue) in Berührung kam. Der Turm stammt wohl aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und wurde einst als Wehrturm mit Schießscharten auf die bereits errichtete Stadtmauer aufgesetzt.
 

Albtal und Seitentäler

Das Albtal und seine Seitentäler ist ein Naturschutzgebiet und Naherholungsgebiet im nördlichen Schwarzwald. Das Tal, durch das sich die Alb schlängelt, erstreckt sich von Ettlingen bis südlich von Bad Herrenalb, wo sie entspringt. Ihre Quelle liegt südöstlich des Berges Teufelsmühle (908 m über NHN) auf ca. 743m. Mit ihren in den Seitentälern des Albtals zufließen Bächen Moosalb, Maisenbach, Katzenbach, Holzbach und Wolfertsbach fließt die Alb auf über 51 Kilometern durch Ettlingen und Karlsruhe in den Rhein.

Der Naturschutz des Albtals gilt besonders dem freien Talraum, einzelnen Klammen, Auen und Feuchtwiesen.  
 

Moosbronn Wallfahrtkirche

Im Freiolsheimer Ortsteil Moosbronn befindet sich seit 1749 die barocke Wallfahrtskirche Maria Hilf. Schon über ein Jahrhundert zuvor stand an dieser Stelle eine von einem einheimischen Bauern errichtete hölzerne Kapelle, die der Gottesmutter Maria gewidmet wurde. Der Legende nach rettete ihn ein Ausruf an die Gottesmutter Maria vor dem sicheren Tod, als die Bremse seines Fuhrwagens an einem steilen Hang versagte. Aus Dankbarkeit darüber errichtete er an dieser Stelle - unweit der Quelle der Moosalb - die Kapelle. Heute führt der Jakobsweg an der Kapelle vorbei.

Motoballplatz Malsch

Wenn in Malsch das runde Leder ins Netz fliegt und Spieler gemeinsam mit ihren Fans Tore bejubeln, ist die Rede nicht vom Fußball. In Malsch wird Motoball gespielt. Eine Sportart, die unter anderem in Frankreich und Russland sehr beliebt ist. In Deutschland gilt die Region rund um Karlsruhe als Motoball Hochburg. Gleich vier Ortsclubs des ADAC Nordbaden e.V. spielen um die Deutsche Meisterschaft – einer davon ist der MSC Malsch.


Beim Motoball treten Mannschaften aus jeweils vier Spielern auf Motorrädern sowie einem Torwart ohne Motorrad in 4 x 20 Minuten langen Spielen gegeneinander an und versuchen dabei, den Ball so oft als möglich ins gegnerische Tor zu schießen – quasi Fußball auf Motorrädern. Motoball wird deshalb auch als schnellste Mannschaftssportart der Welt bezeichnet.  Beim Motoball wird ein Deutscher Meister ermittelt sowie ein Europameister auf Nationalmannschaftsebene.


- www.msc-malsch.com
- www.motorsport-nordbaden.de/motoball
 

UNIMOG Museum Gaggenau

Der allradgetriebene Kleinlastkaftwagen Unimog ist innig mit der Murgtalgemeinde Gaggenau verbunden. Von 1951 bis 2002 wurde das „Universal-Motor-Gerät“ im Mercedes-Benz-Werk Gaggenau produziert.
Das Unimog Museum bei Gaggenau widmet sich seit 2006 der Geschichte des Unimog. Auf einem speziellen Parcours haben Besucher die Möglichkeit, in einem Unimog mitzufahren.
 

Murgtal

Auf ihrem über 80 Kilometer langen Weg von der Quelle bei Baiersbronn bis zur Mündung in den Rhein bei Rastatt, durchfließt die Murg ein herrliches Tag mit Höhenunterschieden von bis zu 700 Metern und zählt damit zu einem der tiefsten und größten Tälern des Schwarzwaldes.

Bis ins 19. Jahrhundert war die Murg eine wichtige Handelsstraße für die Holz-Flößerei und sorgte für Wohlstand und Ansehen durch den Verkauf der langen Schwarzwaldhölzer hauptsächlich in die Niederlande.

Der historische Hauptort des unteren Murgtals ist die 1219 erstmals urkundlich erwähnte Stadt Gernsbach mit ihren heute ca. 14.000 Einwohnern. Die „Perle des Murgtals“ zählt zu den malerischsten Orten im nördlichen Schwarzwald und zeugt mit ihren Baudenkmälern von den Reichtümern aus den Hochzeiten der Flößerei.

Bad Herrenalb

Die Kurstadt im Landkreis Calw geht auf das Kloster Alba Dominorum aus dem Jahre 1149 zurück. Graf Berthold III. von Eberstein stiftete es aus Dankbarkeit darüber, dass er vom Zweiten Kreuzzug in die Heimat zurückkehren durfte. Seit 1954 darf sich Herrenalb „Heilklimatischer Kurort“ nennen. 1964 führte eine Bohrung in 600 Meter Tiefe auf eine mineralreiche Thermalquelle. Das daraufhin gebaute Thermalbad eröffnete 1971 und aus Herrenalb wurde Bad Herrenalb. Den Namenszusatz „Bad“ führt die Stadt seit dem 26. Juli 1971.

Klosterruine Frauenalb

Auf der Gemarkung der Gemeinde Marxzell im oberen Albtal liegt die von einigen Häusern umgebene Klosterruine Frauenalb. Das Kloster stammt aus dem 12. Jahrhundert. Es wurde um 1190 als Cella Sancta Maria durch Berhard III. von Eberstein und dessen Mutter Uta für adelige Stiftsdamen gegründet.

Heute gehört es einer Stiftung, die sich um den Erhalt der denkmalgeschützten Ruine kümmert.
 

Dobel

„Den Dobel" nennen die Einheimischen liebevoll den etwas mehr als 700m hohen Berg mit der alten Pass-Straße. Das weite Hochplateau ist eine echte Sonneninsel und ein Aussichts-Gipfelpunkt. Der Gipfelort zählt ca. 2.300 Einwohner. Ein früher und prominenter Dauergast der Gemeinde war der Schriftsteller, Theologe und Pädagoge Johann Peter Hebel (1760-1826), der die Vorzüge und die natürlichen Reize der Landschaft mit ihren höhenklimatischen Heilkräften sowie die Gastfreundschaft schon früh zu schätzen wusste.

Eyach- und Rotenbachtal

Das Eyach- und Rotenbachtal ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet in einer durch Wald, Dauergrünland und Gewässer geprägten Kulturlandschaft. Die Eyach ist ein Zufluss zur Enz und wurde bis zum Erbau einer Straße im Jahr 1889 über 500 Jahre lang dafür genutzt, Stammholz zu flößen. Ihr Tal quert oder berührt die Markungen der Städte und Gemeinden Gernsbach, Bad Wildbad, Dobel, Höfen und Neuenbürg.

Das Gebiet Rotenbachtal liegt nordöstlich des Eyachtals und südöstlich von Straubenhardt. Der Rotenbach ist ebenfalls ein Zufluss zur Enz. Beide Täler haben gebietstypische Wasserläufe und Quellvorkommen als Lebensraum bedrohter Tiere und Pflanzen.

Schwanner Warte

Der kleine Aussichtsturm oberhalb des Straubenhardter Ortsteiles Schwann steht auf 475m über NHN am Rande des nördlichen Schwarzwaldes und ist bereits der dritte Aussichtsturm an dieser Stelle.
Die erste Turmkonstruktion wurde hier bereits 1885 in direkter Nähe zu einer Friedenslinde, die an das Ende des Deutsch-Französischen Krieges erinnerte, aufgestellt. 1918 wurde der Turm wegen Einsturzgefahr gesperrt, ehe 1926 eine zweite Warte mit einem massiven Unterbau errichtet wurde, die aber den zweiten Weltkrieg nicht überstand.
Die heutige Schwanner Warte wurde in den 1950er Jahren errichtet und bietet bei sehr guter Sicht einen Ausblick bis zum Speyrer Dom.
 

Durlacher Turmberg

Der Turmberg ist Hausberg und Wahrzeichen von Karlsruhes Stadtteil Durlach und eine der höchsten Erhebungen auf der Gemarkung der Fächerstadt. Der 28 Meter hohe Turm ist Überrest einer Burganlage aus dem 11. Jahrhundert. Besucher, die das Treppenhaus im Inneren des Turmes erklimmen, werden mit einer weitläufigen Aussicht über Karlsruhe und die Rheinebene belohnt.   

Der 1938 zwangseingemeindete Stadtteil Durlach ist deutlich älter und historisch bedeutender als Karlsruhe selbst. Die damals eigenständige Stadt Durlach war von 1565 bis 1718 Residenzstadt der Markgrafschaft Baden-Durlach, einem frühneuzeitlichen Territorium des Heiligen Römischen Reiches. 

Karlsruhe-Grötzingen

Zum Januar 1974 wurde im Zuge einer Gemeindereform das „badische Malerdorf“ Grötzingen zu Karlsruhe eingemeindet und wurde so zum östlichsten Stadtteil Karlsruhes. In Grötzingen ließ es sich schon immer gut leben. Das fanden auch die Künstler, die sich ab 1890 dort niederließen. Damals wurde die Grötzinger Malerkolonie gegründet, eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Künstlern. Die Gründergeneration der Grötzinger Malerkolonie leistete einen wichtigen, regionalen Beitrag zur deutschen Landschafts- und Naturmalerei der Jahrhundertwende. Die Kolonie löste sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf – in Grötzingen lebten und arbeiteten trotzdem zahlreiche Künstler.